Wenn die Nägel nicht mehr schön sind
Wenn die Nägel nicht mehr schön sind

Schöne Finger- und Fußnägel sind für Frauen und auch Männer meist sehr wichtig. Denn sie tragen viel zu einem gepflegten und attraktiven Erscheinungsbild bei. Sicherlich kann man durch entsprechende Pflege daran arbeiten, dass dieses schöne Erscheinungsbild der Nägel erhalten bleibt. Aber der Zustand der Nägel kann auch ein Ergebnis sowohl erblicher Faktoren als auch einer gesunden Lebensweise sein. Wobei man sicherlich bei den Punkten Pflege und gesunde Lebensweise die größten Einflussmöglichkeiten hat.

Die Nägel bestehen aus 100 bis zu 150 Lagen Hornzellen. Diese wachsen langsam aus dem Nagelbett heraus. Pro Monat wachsen Nägel ca. zwei bis zweieinhalb Millimeter. Interessant zu wissen ist, dass dabei die Fingernägel etwas schneller als die Zehennägel wachsen. Gerade die Fingernägel nennt man gerne die Visitenkarte des Körpers. Veränderungen an ihnen können auf organische Erkrankungen oder Mangelzustände des Körpers hinweisen. Zum Beispiel können splitternde Nägel, die sich in Schichten aufspalten oder leicht einreißen ein Hinweis darauf sein, dass ein Biotinmangel vorliegt. Wenn dann noch spröde Haare und trockene Haut dazu kommen, liegt häufig auch eine Schilddrüsenstörung vor.

Die Grundlage für schöne Nägel

Eine richtige Ernährung spielt für starke und gesunde Nägel eine große Rolle. Denn dadurch können Mangelerscheinungen vorgebeugt werden. Besonders wichtig sind hier frisches Obst, Gemüse als auch Milch- und Vollkornprodukte. So können ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufgenommen werden. Mehr zum Thema Nagelkrankheiten kann man übrigens auch noch hier nachlesen – einem Gesundheitsportal, welches sich unter anderem auch diesem Thema annimmt.

Wenn es zu besonderen Fällen wie krankhaften Nagelveränderungen oder Wachstumsstörungen kommt, kann die Einnahme von Biotin, Kieselerde oder auch Gelatine in speziellen Präparaten helfen. Am Besten ist es auch, wenn man im Alltag möglichst auf den direkten Kontakt mit Seifen und Spülmittel verzichtet. Diese Stoffe laugen nämlich die Nägel aus und machen sie brüchig und spröde.

Welche Nagelveränderungen vorkommen und welche krankhaft sein können:

Weiße Flecke auf den Nägeln

Eine lange Zeit lang wurde geglaubt, dass die weißen Flecken auf den Nägeln einen Calciummangel oder eine Nierenerkrankung bedeuten könnten. Aber die neuesten Erkenntnisse sollen ergeben haben, dass es sich nur um Folgen kleinerer Verletzungen an der Nagelsubstanz handelt.

Querrillen und Längsrillen auf den Nägeln

Querrillen auf den Nägeln kommen meist durch einen Zinkmangel zustande. Aber sie können auch durch Magen/Darm-Erkrankungen ausgelöst werden. Bei Längsrillen dagegen handelt es sich meist um eine recht harmlose Verhornungsstörung, die mit zunehmendem Alter häufig auftreten kann. Allerdings können brüchige Längsrillen durch chronische Entzündungen (beispielsweise durch Rheuma) ausgelöst werden. Sie können auch noch ein Zeichen dafür sein, dass ein Kalzium-, Eisenmangel oder auch eine Infektion im Magen/Darm-Bereich vorliegt.

Uhrenglasnägel

Bei den Uhrenglasnägeln handelt es sich um Nägel, die rund-oval wie ein Uhrenglas eben gewölbt sind. Manchmal erscheinen sie auch wulstig aufgetrieben. Sie lassen sich meist auch leicht umbiegen. Wenn es keine harmlose Ursache hat, kann es sein, dass eine chronische Bronchitis, Herz-, Nerven- oder Darmerkrankungen der Grund sind.

Bläulich und gelblich verfärbte Nägel

Wenn bläuliche Nägel verbunden mit einem roten bis bläulichen Nagelmond auftauchen, ist das ein Zeichen von Sauerstoffmangel (durch eine Herzerkrankung). Wenn es sich aber um gelb verfärbte oder auch bröckelige Nägel handelt, ist oft der Grund eine Nagelpilzerkrankung.