Bei der Airbrush-Methode gibt es nichts, was es nicht gibt! Ein einfaches French-Manicure-Design oder eine Strandidylle – was auch immer man bevorzugt kann auf den eigenen Fingernägeln Platz finden. Man kann jeden Quadratmillimeter auf dem Fingernagel ausnutzen, um ein Kunstwerk zu schaffen.

Der geringe Aufwand mit der unglaublich großen Wirkung spricht wahrlich für sich! Die Farbe wird beim Airbrush – wie der Name schon sagt – mit einem Luftstrahl aufgetragen. Das ermöglicht es, die Farbverläufe zu perfektionieren und auch komplexe Motive einfach und schnell auf den Nagel zu bringen. Anfangs ist die Handhabung des Gerätes etwas ungewohnt, aber mit ein bisschen Übung wird jeder Mensch zum Künstler! Vorkenntnisse sind keine nötig; wer unsicher ist, kann sich im Nagelstudio einen Airbrush-Kurs gönnen, um demnächst selbst Kunstwerke auf die Nägel zu zaubern. Hier wird man feststellen, dass neben einer Spritzpistole und der Farbe eine Luftquelle zum Equipment gehört.

Die Airbrush-Ausstattung

Gerade für Einsteiger in die Airbrush-Technik empfiehlt sich ein Membrankompressor. Die einfache Wellen-Membran-Mechanik lässt sich effizient bedienen; außerdem ist er preiswert, leicht und kann dadurch auch mobil eingesetzt werden. Unbedingt zu beachten gilt es, dass der Membrankompressor über einen Wasserabscheider und einen Druckminderer verfügt. Dadurch wird der Druck eingestellt, weil beispielsweise dünne Farbe wesentlich weniger Druck benötigt, als dickflüssige Farbe. Der Wasserabscheider wird benötigt, um überflüssiges Kondenswasser abzufangen, um es nicht auf den Fingernagel tropfen zu lassen. Wichtig ist es, die vorgeschriebene Abkühldauer einzuhalten, damit der Membrankompressor lange erhalten bleibt. Eine sichere Hand ist nötig, um die Vibration der Geräte kontrollieren zu können. Wer Wert auf absolute Professionalität legt, entscheidet sich für einen Öl-Kolben-Kompressor. Sie besitzen natürlich wieder einen Druckminderer und einen Wasserabscheider, aber auch einen Luftvorratstank. Die Geräte sind sehr leise.

Handhabung der Airbrush-Geräte

Die Geräte für die Airbrush-Technik sind ebenso vielfältig, wie ihre Anwendungsgebiete. Für das Bearbeiten von Fingernägeln ist das Double-Action-Gerät sehr sinnvoll. Hierbei kann man die Luftzufuhr und den Farbfluss regulieren, was ein feines, detailliertes Arbeiten ermöglicht. Drückt man den Hebel, kommt die Farbe in den Luftstrom und damit aus der Düse. Entscheidet man sich für die kontrollierten Double-Action-Geräte, lässt sich die Farbausgabe noch besser regulieren. Die Fingernägel müssen nur wenig mit Farbe eingesprüht werden. Um dies besser regulieren zu können, gibt es Farben mit einer Mulde, aus denen immer nur eine geringe Farbmenge aufgenommen wird. Daher ist es auch wichtig, auf das Düsensystem und die Ersatzteilpreise, aber auch auf das Handling der Airbrushgeräte zu achten. Als Einsteiger kann man auf Messen oder in Nagelstudios bei einem Kurs die Handhabung der verschiedenen Geräte testen. Damit der Wechsel der Geräte für verschiedene Farben möglich wird, gibt es eine „Schnellkupplung“, die es ermöglicht, die Pistolen einhändig zu wechseln, ohne dass es einen Druckabfall gibt.

Farben auf Acryl-Basis werden für die Airbrush-Technik verwendet. Vorteil daran ist, dass sie geruchslos sind und sich mit Wasser mischen lassen. Die Farbpalette scheint schier unendlich: Transparente oder deckende Farben, fluorisierende und leuchtende oder auch Metallic-Farben. Nebst diesen technischen Aspekten müssen natürlich die Fingernägel auf das Airbrush-Design vorbereitet werden:

  1. Zunächst wird der Nagel entfettet; dafür benutzt man einen Cleaner. Durch diesen Cleaner wird die Farbe besser halten. Nach der Anwendung vom Cleaner sollte man den Fingernagel nicht mehr berühren, um neue Fettungen zu vermeiden.
  2. Anschließend trägt man eine weiße Grundierung auf. Somit wird der Hintergrund der Kunstwerke neutral und die Farben können richtig leuchten. Vorgefertigte Schablonen, wie man sie auch von der Gel-Technik kennt, kommen jetzt auf den Finger.
  3. Jetzt kann die Gestaltung beginnen: Entweder durch Motivschablonen oder einfach frei Hand wird die Farbe nun aus der Airbrush-Pistole aufgetragen.
  4. Um den Fingernagel lange frisch zu halten, wird nun eine Versiegelung mit Top-Coat fällig. Der Nagel wird nicht nur vor Stößen und den Alltagsanfälligkeiten geschützt, sondern er erstrahlt auch in fantastischen Glanz. Für ein endgültiges Finish kann man auch Glanzgel verwenden, welches noch besseren Schutz bietet. Je nach Geschmack kann man nun noch Nagelschmuck verwenden.
  5. Überschüssige Farbreste oder Bestandteile vom Cleaner lassen sich mit der Spray-Out-Box hervorragend entfernen. Diese Geräte eignen sich auch als Halterung für das Airbrush-Gerät.