Die Modellage mit Fiberglas eignet sich hervorragend für die Reparatur oder auch für die Verstärkung der Naturnägel oder der künstlichen Fingernägel. Weitere Informationen über die Technik mit Fiberglas gibt es im Artikel überNagelmodellage mit Fiberglas.



Leider bieten nur wenige Nagelstudios diese Methode an; das macht aber nichts, denn hier gibt es die Anleitung für die Fiberglastechnik:

  1. Zunächst wird der Naturnagel mit einem Buffer vorsichtig angefeilt. Bitte nicht zu stark; die Naturnägel sollen lediglich angeraut werden. Ein zu starkes anfeilen tut nicht nur weh, sondern sorgt auch für eventuelle Infektionen, weil der Naturnagel kaum noch gestärkt ist. Mit einem Pinsel werden nun Staubrückstände vom Fingernagel entfernt.
  2. Nun sorgt der Cleaner dafür, dass die restlichen Staubpartikel, die der Pinsel nicht abtragen konnte, entfernt werden. Weiterhin entfettet Cleaner die Fingernägel. Die Folge ist, dass die Fiberglas-Fingernagel optimal halten. Vorsicht: Ab hier die Naturnägel nicht mehr berühren!
  3. Der komplette Naturnagel wird an dieser Stelle mit einer dünnen Schicht von dem Fiberglaskleber eingestrichen. Dieser Fiberglaskleber muss kurz antrocknen, damit der Fiberglasaktivator, der nun im Abstand von cirka 30 cm auf jeden Naturnagel aufgesprüht wird.
  4. Sinnvoll ist es, sich das Fiberglasgewebe für den jeweiligen Fingernagel schon vorher auszusuchen, um jetzt längere Suchaktionen zu vermeiden. Dabei wird das Fiberglasgewebe an der Nagelgröße ausgerichtet. Sollte das Fiberglas nicht in der passenden Größe vorhanden sein, weil es womöglich noch nicht vorgeschnitten wurde, kann man mit einer Fiberglasschere (wenn nicht mitgeliefert, in der Drogerie, in Nagelstudios oder im Internet zu kaufen) das Fiberglasgewebe in Streifen schneiden.
  5. Da das Fiberglasgewebe selbstklebend ist, kann es einfach mit den Rosenholzstäbchen auf den Nagel gesetzt werden. Vorsicht: Die Nagelhaut darf nicht bearbeitet werden! Das Gewebe wird mit dem Rosenholzstäbchen gleichmäßig auf dem Naturnagel gedrückt, sodass keine Fältchen entstanden sind. Sollte das Gewebe nun noch an einigen Ecken und Enden unschön sein, kann man an diesem Punkt nochmals mit der Fiberglasschere korrigieren.
  6. Nun folgt auf dem Fiberglasgewebe noch eine Schicht vom Fiberglaskleber. Diesen lässt man wieder antrocknen. Übrigens kann man zur Beschleunigung dieses Trocknungsprozesses den Fiberglasaktivator verwenden.
  7. Es folgt eine Schicht vom Fiberglasgel. Es wird gleichmäßig auf den kompletten Nagel mit dem Gewebe und der Kleberschicht aufgetragen, darf aber keinesfalls auf die Nagelhaut kommen. Andernfalls mit dem Rosenstäbchen korrigieren. Auch hier sorgt der Fiberglasaktivator für schnelleres Trocknen.
  8. Man kann nun schon erkennen, wie der Nagel zukünftig aussehen wird. Um den Nagel endgültig zu formen und seine Oberfläche zu korrigieren, kann man wahlweise mit einer Feile oder einem Buffer (jeweils feinkörnig!) arbeiten. Damit die Fingernägel einen natürlichen Look erhalten, sollte man darauf achten, dass die Fingernagelspitzen nicht zu dick werden. Zum Ende hin werden sie flach abgefeilt. Die Polierfeile kommt zu guter Letzt in Gebrauch, um den Fingernagel auf Hochglanz zu polieren.
  9. Als letzten Schritt pflegt man die Hände mit Nagelöl, welches auch in die Nagelhaut einmassiert wird. Die Nägel können nun wie gewohnt lackiert und verschönert werden.