Es kommt bei den Fingernägeln nicht nur auf die Pflege an, sondern auch auf die Gesundheit. Für viele Menschen scheint es erstaunlich, allerdings sind die Fingernägel eine Art Spiegel für die Gesundheit eines Menschen. Ein einfacher Ursache–Wirkungs-Prozess. Die gute Nachricht: Für jede Ursache gibt es ein Gegenmittelchen. Welches, das soll hier erklärt werden:



Viele Menschen haben weiße Punkte oder Streifen auf ihren Fingernägeln. Diese weißen Flecken können verschiedene Ursachen haben: Entweder, man hat sich einfach an den Fingernägeln verletzt, oder aber es fehlen Biotin, Zink oder Kalzium. Biotin bekommt man, wenn man Sojabohnen, Haferflocken, Nüsse, Eigelb oder auch Leber zu sich nimmt. Kalzium kann man aus Milchprodukten, Milch an sich, Gemüse oder Mineral- und Heilwässern ziehen. Wer gerne Austern schlemmt, wird seinem Körper genügend Zink zuführen. Auch in Haferflocken, Weizenkeimen oder anderen Hülsenfrüchten ist Zink enthalten. Camembert, Emmentaler und Nüsse sowie Pinienkerne sind außerdem ideal, um den Zinkhaushalt zu regulieren. Weiterhin helfen Kakao und Gewürzkräuter, insbesondere Estragon, Kümmel, Basilikum, Thymian, Majoran, Rosmarin und Salbei.

Glanzlose Fingernägel, die auch noch rissig oder verformt sind, sind häufig auf Vitamin- und Mineralstoffmangel zurückzuführen. Weiterhin deuten rissige Fingernägel auch auf Allergien oder Störungen in der Durchblutung sowie in der Verdauung, aber auch auf Erkrankungen der Haut. Vitamine und Mineralstoffe zieht man aus Eiern, aus Leber, Käse und allen gelben, orangefarbenen, roten oder tiefgrünen Obst- und Gemüsesorten.

So genannte „Löffelnägel“, also die Nägel, die sich leicht nach innen wölben, entstehen häufig dadurch, dass man viel mit Chemikalien umgeht. Hier hilft ein ganz einfacher Trick: Haushaltshandschuhe im Umgang mit den Chemikalien. Auch Erkrankungen der Schilddrüse oder des Stoffwechsels können an den Löffelnägeln beteiligt sein. Hier hilft natürlich die Therapie gegen diese Krankheiten. Gegen das Gegenteil, den „Uhrglasnägeln“, also Fingernägel, die sich nach außen wölben, kann man leider nicht viel unternehmen, denn diese sind häufig Veranlagung. Sollte dem nicht so sein, sollte man sich von einem Arzt untersuchen lassen. Denn dann können Herz-, Lungen-, Leber- oder Darmerkrankungen für diese Uhrennägel der Auslöser sein.



Extreme Furchen, die quer auf den Fingernägeln liegen, deuten auf Infektionskrankheiten hin. Vergiftungen sind hier meist der Auslöser. Dabei hilft nur eines: Auskurieren und nachwachsen lassen. Allerdings kann auch eine Verletzung vom Nagelbett vorliegen, wenn beispielsweise die Maniküre falsch durchgeführt wurde. Hier lohnt es sich, das Nagelstudio zu wechseln. Sind hingegen Grübchen in Stecknadelkopfgröße erkennbar, ist es wahrscheinlich, dass man an einer Schuppenflechte leidet. Diese kann sogar dafür sorgen, dass das Nagelbett aufquillt oder dass die Nagelplatte leicht angehoben wird. Wird dadurch Luft zugeführt, kann es sogar zu Nagelverfärbungen kommen.

Mit Nagelverfärbungen haben auch Raucher zu kämpfen oder jene Menschen, die häufig Nagellack auftragen, ohne einen Unterlack zu verwenden. Im schlimmsten Falle liegt eine Nagelpilzinfektion vor. Sind die Nägel nicht nur verfärbt, sondern auch rillig, rau, dick und splittern leicht, sollte man auf Nagelpilz bekämpfen.

Auf Auffälligkeiten dieser Art sollte man seinen Arzt ansprechen; gerade dann, wenn sich die Nägel nach einer gewissen Beobachtungszeit nicht wieder alleine erholen. Eine gute Nährstoffversorgung ist außerdem wichtig: Nebst den bereits erwähnten Nährstoffen sollte man auch Cystein zu sich nehmen. In Eiern, Fleisch, Milchprodukten, Haferflocken und Bananen findet man Cystein. Eisen ist ebenso wichtig, welches man aus Fleisch, Milch und Milchprodukten, grünem Gemüse, Mineral- und Heilwässern ziehen kann.