Was ist das größte Problem auf der Suche nach einem guten Nagelstudio? Richtig, das Überangebot! Neue Nagelstudios scheinen geradezu wie Pilze aus dem Boden zu schießen. Wie kann man erkennen, welche Nagelstudios halten, was sie versprechen? Woran erkennt man ein gutes Nagelstudio rechtzeitig, das heißt, bevor das böse Erwachen mit schlechten und kaputten Nägeln kommt?



Zunächst werden für viele Menschen sicherlich die Preise interessant sein. Einen ungefähren Überblick über branchenübliche Preise erhalten Sie im Artikel „Kosten für Maniküre und Nageldesign„. Allerdings sollte man vor der Behandlung wissen, dass wirklich zu billige Preise qualitative Einbüßen bedeuten. Nach dem Motto „Wer den Preis nicht akzeptiert, hat die Leistung nicht kapiert“ fällt es schon leichter, sich auch mal auf ein teureres Nagelstudio einzulassen. Für kreative Menschen oder jene, die für ein Nagelstudio gar kein Geld ausgeben wollen, gibt es immer noch die Marke Eigenbau – mehr dazu erfahren Sie in der Rubrik Anleitungen. Man sollte das Nagelstudio auf jeden Fall nicht nur nach dem Preis aussuchen. Um die Nagelstudios und ihre Preismodelle vielleicht ein bisschen besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen: Miete, Strom, Materialien, Versicherungen, Steuern, Mitarbeiter und die geschmackvolle Einrichtung – all das muss bezahlt werden! Bedenkt man bei den sehr billigen Anbietern diese Fakten, kommt man kaum umhin, sich zu fragen, wie sich diese überhaupt langfristig finanzieren wollen.

Auch die Ausbildung der Nageldesigner spiegelt sich natürlich im Preis wieder. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, wie man sich zur Nageldesigner/in ausbilden lassen kann – einige bestehen lediglich aus Kursen, andere sind wirklich mehrjährige Ausbildungen. Ein Zertifikat wird schnell ausgestellt – nachfragen ist die bessere Alternative! Erfahrung ist natürlich wichtig, sollte aber nicht überbewertet werden. Wie sollten junge Nageldesigner/innen Erfahrungen sammeln, wenn ihnen keiner traut? Allerdings sollten in dem Nagelstudio mindestens zwei Systeme angewandt werden – nur so kann man im Falle möglicher Allergien oder Unverträglichkeiten auf ein Zweitsystem ausweichen.



Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Und kontrollieren kann man am besten durch direktes Nachfragen. Wenn alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet wurden – das heißt: Kompetent und ohne ins Stottern zu geraten – ist das erste Eis schon einmal gebrochen. Vor der ersten Behandlung wird ein Beratungsgespräch nötig. Dabei werden nicht nur die verschiedenen Systeme erklärt, sondern auch die Nägel der Kunden begutachtet, um abzuschätzen, welche Behandlung bei diesen Naturnägeln zu welchem Ergebnis führen kann. In dem Beratungsgespräch sollte unbedingt erwähnt werden, was der Kunde beruflich macht; jemand, der in einem Chemiewerk arbeitet, wird wohl häufiger zu Behandlungen kommen, als jemand, der in einem Büro arbeitet. Außerdem müssen Hygienestandards für medizinische und soziale Berufe eingehalten werden – auch hier muss sich das Nagelstudio auskennen. Den Beruf, ob Allergien vorliegen oder ob der Kunde Medikamente einnimmt, sollte in der Kundenkartei festgehalten werden. Natürlich ist auch ein Abschlussgespräch im Nachgang an die Behandlung wichtig, damit der Kunde weiß, welche Pflege für ihre Nägel wichtig ist.

Lässt man einen Blick durch das Studio schweifen, sollten Desinfektionsmittel an allen Ecken und Enden auffallen – diese sollten natürlich auch benutzt werden. Ganz ideal ist es, wenn für jeden Kunden ein eigenes Feilensetz angeschafft wird. So bekommt jeder Kunde eine eigene Box mit Namen, in dem die jeweiligen Informationen und natürlich diese Feilen liegen. Der Arbeitstisch sollte vor Sauberkeit glänzen.

Freunde, Bekannte, Kollegen oder jene Kunden, die das Nagelstudio gerade verlassen, sollte man nach ihrer Meinung fragen – über alle eben angesprochenen Themen. Auch gut für das Nagelstudio: Zufriedene Kunden sind die beste Werbung!