Um den Nagellack wieder zu entfernen, nutzt man Nagellackentferner. Dies kann entweder der Fall sein, wenn der aktuelle Nagellack, den man vielleicht für ein rauschendes Fest aufgetragen hat, nicht mehr alltagstauglich ist, wenn der Nagellack langsam abbricht oder auch, wenn die aktuelle Farbe einfach nicht mehr gefällt. Hin und wieder sollte man seinen Nägeln eine lackfreie Zeit gönnen; somit ist der Nagellackentferner also unabdingbar. Es gibt aber auch bei dem Nagellackentferner einige Dinge, die es zu beachten gilt, damit nicht nur der Nagellack von den Fingernägeln entfernt wird, sondern auch, damit die Fingernägel ihre Pflege erhalten.

Grundsätzlich basieren Nagellackentferner auf Aceton oder auf Alkohol. Aceton ist weniger zu empfehlen, weil dies dafür sorgt, dass die Fingernägel ausgelaugt, trocken und spröde werden. Mit Nagellackentferner sollte man generell sparsam umgehen; es ist besser, den Nagellack nochmals überzustreichen, als immer und immer wieder Nagellackentferner zu verwenden. Es gibt natürlich auch Nagellackentferner, die pfleglich sind, dennoch sind alle Nagellackentferner nicht das Beste, was man seinen Fingernägeln antun kann. Der Nagellackentferner hat einen ziemlich starken Geruch. Man sollte ihn dringend von Kindern fernhalten, aber auch dafür sorgen, dass der beißende Geruch vom Nagellackentferner nicht zu intensiv eingeatmet wird. Am besten verwendet man ihn bei geöffnetem Fenster, damit die Schleimhäute nicht mit ihm in Berührung kommen. Einige Menschen bewahren ihre Kosmetik im Kühlschrank auf – das sollte sowohl bei Nagellack, als auch bei Nagellackentferner nicht passieren. Chemische Substanzen sind im Nagellackentferner enthalten, sodass man davon absehen sollte, ihn zusammen mit Lebensmitteln zu verwahren. Die Flasche muss immer fest verschlossen aufbewahrt werden, damit die Duftstoffe nicht ausströmen und eventuell sogar für Allergien sorgen können. Ältere Reste sollte man auch beim Nagellackentferner vernichten.

Den Nagellackentferner verwendet man am besten mit einem kleinen Wattepad. Auch feuchte Tücher, die in Nagellackentferner getränkt sind, kann man kaufen und verwenden. Unverständlicher Weise gibt es tatsächlich Frauen, die ihren Nagellack mit spitzen Gegenständen zu entfernen versuchen. Mit einer Schere oder einem Messer bewaffnet, versuchen sie, den Nagellack zu entfernen. Das ist gefährlich für die Fingernägel! Sie erhalten nicht nur Kratzer, sondern es kann im schlimmsten Fall zu Verletzungen gröberer Art kommen. Die Fingernägel sind nicht mehr gestärkt! Wer bereits so vorgegangen ist und nun das schlimme Ergebnis immer mit sich trägt – die kaputten Fingernägel – der sollte zu Kieselerde greifen. In Tabletten- oder Pulverform stärkt Kieselerde nicht nur die Fingernägel, sondern auch die Haut und die Haare.

Einige Nagellackentferner enthalten übergroße Mengen Benzol. Benzol ist ein Gift und kann dafür sorgen, dass gesundheitliche Schädigungen folgen. Eigentlich ist in Kosmetika Benzol verboten, was allerdings die Nagellackentferner-Industrie scheinbar nie gestört hat. Mittlerweile sind die meisten benzolhaltigen Nagellackentferner vom Markt genommen – sollte einem so ein Nagellackentferner unterkommen, darf er keinesfalls gekauft werden!

Beim Anwenden bleibt darauf zu achten, dass man den Nagellackentferner nur auf dem Nagel anwendet. Verwendet man schonenden Nagellackentferner ohne Aceton und Benzol, wird dem Nagel nichts passieren. Die Nagelhaut und die sonstige Haut sollte man nicht mit dem Nagellackentferner berühren – auch dies kann zu Allergien oder Verletzungen führen.